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Interkulturelle Öffnung

Interkulturelle Öffnung unserer Hilfen

Interkulturelle Öffnung verstehen wir zunächst als Anerkennung der Tatsache, dass Deutschland seit langem ein Einwanderungsland ist. Darüber hinaus leben wir in einer insgesamt von Pluralität geprägten Gesellschaft, in der Verschiedenheit zur alltäglichen Normalität gehört. Das Zusammenleben in einer derartigen Gesellschaft ist nicht immer einfach – unerlässlich ist z.B. eine konstruktive Kultur der Auseinandersetzung bei der Aushandlung der Rahmenbedingungen des Zusammenlebens. Dennoch begreifen wir Vielfalt grundsätzlich als einen gesellschaftlichen Reichtum.

Diese Position betrachten wir als eine Grundhaltung unseres Trägers, die u.a. auch in unserem Leitbild verankert ist.

Wir mischen uns dabei gesellschaftspolitisch immer wieder dahingehend ein, dass Verteilungs- und Teilhabegerechtigkeit in einer derartig verfassten Gesellschaft wie der unsrigen von besonderer Bedeutung sind.

Auf der Ebene unserer Personalpolitik bedeutet dies, dass auch auf der Ebene der Mitarbeiterschaft Diversität von uns ausdrücklich gewünscht ist und wir z.B. unseren Anteil von Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund gerne erweitern.

Von derartigen Öffnungsprozessen profitieren nicht nur unsere – eben auch sehr unterschiedlichen Adressaten – sondern im Rahmen von vielen bereichernden Lernerfahrungen auch wir selbst und unser Träger als stets lernende Organisation.

Auf der Ebene unserer Angebote und konzeptionellen Weiterentwicklung fließt diese Anerkennung der Vielfalt unserer Adressaten selbstverständlich mit ein. Anknüpfung an die Lebenswelt unserer Adressaten bedeutet, dass wir jeden Tag aus Neue die Kompetenz benötigen, wertschätzend mit Verschiedenheit umzugehen, ohne dabei selbst positionslos zu werden.

Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Gesellschaft beträgt fast 20 % - genau diesen Anteil finden wir auch in der Stadt Bayreuth. Der Anteil der unter 6-jährigen ist  dabei deutlich höher.

Demographische Entwicklungen sagen voraus, dass Kindheit vermehrt in sozial-benachteiligten und/oder von Migration geprägten Milieus stattfinden wird. Dies allein erklärt bereits die Wichtigkeit interkultureller Öffnungsprozesse.

Deswegen sind interkulturell kompetente Mitarbeitende mit entsprechenden pädagogischen, kulturellen und sprachlichen Kompetenzen bei uns von großer Bedeutung.